Informationsverarbeitung

Was wird da gemacht?

Von der ersten bis zur letzten Stunde wird praktisch am PC gearbeitet und die "Theorie", die uns hilft zu verstehen was wir da eigentlich treiben, fällt nebenbei ab. Dabei gibt es am Anfang noch viel Hilfe von den Lehrkräften, aber zunehmend werden die Schülerinnen und Schüler selbstständiger und machen ihre Arbeit in Gruppen oder allein.

Was steht in den Rahmenrichtlinien für das Unterrichtsfach Informationsverarbeitung?

Das Unterrichtsfach Informationsverarbeitung soll sich grundlegend von den Wissenschaftsdisziplinen Informatik und Wirtschaftsinformatik abheben - die Inhalte des Faches Informationsverarbeitung sollen aber sehr wohl auf ein Studium in den beiden Fächern vorbereiten (Systemnutzung und Systemgestaltung). Durch den Aufbau des Curriculums soll eine grundlegende, anwendungsorientierte und problem-orientierte Bearbeitung ökonomischer Fragestellungen ermöglicht werden. Die Unterrichtsinhalte der drei Jahrgänge sollen nach Möglichkeit in Form von kleineren und größeren Projekten vermittelt werden, die nach dem Spiralprinzip angeordnet sind. Der Umfang und die Komplexität der Projekte nimmt sukzessive zu; dabei sind nach Möglichkeit fächerübergreifende Projekte zu konzipieren. Anknüpfungsmöglichkeiten sind sowohl im Bereich Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling und Volkswirtschaft, wie auch zu allgemein bildenden Fächern wie z. B. Deutsch (kommunikations-technische Grundlagen), Politik bzw. Geschichte gegeben.

LG-Nr. LERNGEBIET-Bezeichnung Ustd. Klasse/Jahrgang
1 Handhabung eines DV-Systems 20 11
2 Textgestaltung und Präsentation 40 11
3 Tabellenkalkulation 30 11
4 Informationsbeschaffung und -austausch mit dem Internet 40 12
5 Datenbanken I - Betriebliche Praxis 40 12
6 Multimediaanwendungen 40 12
7 Kommunikationsnetzwerke in der betrieblichen Praxis - optional - 40 13
8 Aktuelle Entwicklungen in der Informationsgesellschaft - E-Commerce 40 13
9 Datenbanken II - Programmierung - optional - 20 13
10 Statistische Analyseverfahren - optional - 20 13

Aussagen von Schülern des Abiturjahrgangs 2007:

"Ich habe während dieser drei Jahre viel berufsbezogenes gelernt. Es wurde kaum etwas unterrichtet, was man nicht zukünftig im Berufsleben gebrauchen könnte. Auch, dass viel Wert auf das Praktische gelegt wird, finde ich gut, da sonst die restlichen Fächer eher nur theoretisch unterrichtet werden." (von Sophia)

"Der Unterricht in dem Fach Informationsverarbeitung gestaltet sich durch einen großen praktischen Teil und wird durch einen Teil Theorie ergänzt. Jeder Schüler hat die Möglichkeit selbstständig an seinem PC und mit gängigen PC-Programmen (z.B. EXCEL, WORD) zu arbeiten. Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Unterricht eine Vorbereitung auf das Berufsleben bietet, aber einen auch persönlich weiterbringt."

"Am Informatikunterricht gefällt mir, dass wir viel Freiraum haben und trotzdem lernen. Da jeder seinen eigenen PC hat, ist es ein angenehmes Arbeiten." (von Annabell)

Hat man mit Informatik gute Berufschancen?

Ja - nach Informationen aus der Wirtschaft fehlen derzeit in Deutschland ca. 50000-60000 Informatiker, die sich praktisch ihre Jobs aussuchen können.